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Warenkunde -
Was steckt da in meiner Ökokiste?

Kartoffeln

Wusstest Du schon?

Kartoffeln gehören heute ganz selbstverständlich zu unserer Küche. Doch das war nicht immer so! Als die Knollen nach Europa kamen, begegneten ihnen viele Menschen zunächst mit Skepsis.

Eine wichtige Rolle bei ihrer Verbreitung in Preußen spielte König Friedrich II., auch bekannt als der „Alte Fritz“. Einer bekannten Erzählung zufolge ließ er Kartoffelfelder bewachen, um die Neugier der Bevölkerung zu wecken. Ob sich das tatsächlich so zugetragen hat, ist allerdings nicht gesichert.

Übrigens: Kartoffeln sind botanisch gesehen keine Wurzeln, sondern unterirdische Sprossknollen. Aus ihnen können neue Kartoffelpflanzen wachsen.

Wo kommt´s her?

Bereits vor 4000 Jahren wurde die Kartoffel, ein Gewächs aus der Familie der Nachtschattengewächse, in den Hochländern Südamerikas angebaut. Spanische Eroberer brachten Sie im 16. Jahrhundert mit nach Europa. Zunächst wurde Sie jedoch nur als Zierpflanze wegen ihrer schönen Blüten in Gärten angebaut. Etwa 100 Jahre später begann in Österreich und Süddeutschland der feldmäßige Anbau. Trotz dieser ersten Schritte begann der eigentliche Siegeszug der Kartoffel erst weitere 100 Jahre gegen Ende des 18. Jahrhunderts als Grundnahrungsmittel.

Wie sieht´s aus?

Weltweit gibt es einige tausend Kartoffelsorten, die sich im  Geschmack, Aussehen, Kocheigenschaften und Erntezeitpunkt unterscheiden. Sorten die bei uns erhältlich sind, sind, im Gegensatz zu alten Sorten, häufig eher geschmacksneutral. Es gibt Sie in vielen verschiedenen Farben, vor allem mit weißlichem bis gelblichem, rötlichem und mit bläulichem Fleisch, Formen und Größen. Besonders die „Gelbfärbung“ von Kartoffeln unterscheidet sich zwischen den Ländern sehr stark. So werden im einen Land eher weißliche Gelbtöne bevorzugt, im anderen, wie z.B. in Deutschland, eher satt gelbe Kartoffeln. Man unterscheidet Grundsätzlich auch zwischen festkochenden, vorwiegend festkochenden und mehligkochenden Kartoffeln, sowie zwischen sehr frühen und frühen, mittelfrühen und mittelspäten bis späten Sorten.

Wie verwende ich´s?

Kartoffeln sind unwahrscheinlich vielfältig verwendbar, sollten aber nie roh verzehrt werden und generell hilft es für eine bestimmte Art der Zubereitung Kartoffel mit den am besten geeigneten Kocheigenschaften zu verwenden.

  • festkochende Kartoffeln enthalten weniger Stärke als andere Arten und zerfallen deshalb beim Kochen nicht so schnell. Sie eignen sich daher vor allem für Salz- und Pellkartoffeln, zum Braten, für Salate und für Aufläufe und Gratins
  • vorwiegend festkochende Kartoffeln sind besonders vielseitig einsetzbar. Man kann mit Ihnen alle Rezepte für festkochende Kartoffeln zubereiten und eignen sich zusätzlich zur Zubereitung von Rösti, Puffer oder Pommes frites.
  • mehlig kochende Kartoffeln sind besonders stärkehaltig und fallen beim Kochen leicht auseinander. Daher eignen sie sich vor allem für die Zubereitung von Pürees und alle mehligen Zubereitungen wie Knödel, Gnocchi oder Gerichte aus Kartoffelteig.

Beim Schälen von Kartoffeln sollte man darauf achten, grüne Stellen und Keime großzügig zu entfernen. Auch sollten geschälte Kartoffeln nicht zu lange in kaltem Wasser liegen gelassen werden.

Was ist drin?

Kartoffeln enthalten vor allem Wasser und Stärke, dazu Ballaststoffe sowie verschiedene Vitamine und Mineralstoffe, darunter Vitamin C und Kalium. Wie viele Nährstoffe enthalten sind, hängt unter anderem von der Sorte, der Lagerung und der Zubereitung ab.

Mit ihrem milden Geschmack sind Kartoffeln echte Alleskönner in der Küche. Ob gekocht, gebacken, gebraten oder als cremiges Püree – kaum ein anderes Gemüse lässt sich so vielseitig zubereiten.

Besonders praktisch: Je nach Sorte und Kocheigenschaft gibt es für fast jedes Kartoffelgericht die passende Knolle.

Tipp:

Nicht jede Kartoffel eignet sich für jedes Gericht!

Festkochende Sorten bleiben beim Garen schön in Form und sind ideal für Kartoffelsalat, Bratkartoffeln oder Gratins. Vorwiegend festkochende Kartoffeln sind besonders vielseitig, während mehligkochende Sorten wunderbar für Püree, Suppen und Knödel geeignet sind.

Lagere Deine Kartoffeln möglichst dunkel, kühl und trocken – so bleiben sie länger frisch.