Herbstrübchen
Wusstest Du schon?
Die Rübe hat bei uns an Bedeutung verloren. In Westfalen und im Rheinland werden die Blattstiele jedoch noch gerne gedünstet oder für Eintöpfe verwendet. Die Rübenstiele werden hierbei meist Bundweise als Rübstiel oder Stielmus angeboten. Es wurden sogar schon Sorten gezüchtet, die kaum noch eine Rübe ausbilden, dafür aber mehr Stiel hervorbringen. „Normale“ Sorten bringt man durch einen sehr dichten Anbau dazu wenig Wurzel- und dafür viel Stielmasse auszubilden.
Wo kommt´s her?
Herbstrübchen gehören zu den traditionellen europäischen Gemüsearten und wurden schon seit der Antike als Nahrungsmittel genutzt. Sie gehören zur Familie der Kreuzblütler und sind eng mit den Mairübchen verwandt.
Bevor die Kartoffel in Europa weit verbreitet war, spielten Speiserüben eine wichtige Rolle in der Ernährung. Heute werden Herbstrübchen vor allem wegen ihres milden Geschmacks und ihrer vielseitigen Verwendung in der Küche geschätzt.
Wie sieht´s aus?
Herbstrübchen sind weißfleischig mit oftmals violetter Färbung und zeichnen sich durch einen angenehmen, leicht süßlichen Geschmack aus.
Wie verwende ich´s?
Herbstrübchen schmecken mild, leicht süßlich und angenehm würzig. Du kannst sie roh genießen, beispielsweise fein geraspelt im Salat oder in dünne Scheiben geschnitten mit einem frischen Dressing.
Auch gekocht, gedünstet oder im Ofen geröstet sind sie eine leckere Beilage. Besonders gut passen sie zu Kartoffeln, Möhren und anderen Herbstgemüsen.
Die zarten Blätter sind ebenfalls essbar und lassen sich ähnlich wie Spinat zubereiten. Junge Rübchen musst Du nicht unbedingt schälen – gründliches Waschen reicht häufig aus.
Was ist drin?
Herbstrübchen bestehen zu einem großen Teil aus Wasser und enthalten von Natur aus verschiedene Vitamine und Mineralstoffe, darunter Vitamin C und Kalium. Auch Ballaststoffe sind enthalten.
Ihr mildes, leicht süßliches und angenehm würziges Aroma macht sie zu einem vielseitigen Herbstgemüse. Ob roh geraspelt im Salat, gedünstet als Beilage oder in einer wärmenden Gemüsesuppe – die kleinen Rübchen bringen Abwechslung in die Küche.