Ananas
Wusstest Du schon?
Eine Ananas besteht eigentlich aus vielen kleinen Einzelfrüchten, die zu einem großen Fruchtverband zusammengewachsen sind. Die einzelnen Abschnitte kannst Du an der schuppigen Schale noch gut erkennen.
Und obwohl sie einen auffälligen Blattschopf besitzt, wächst die Ananas nicht auf einem Baum! Sie gehört zu den Bromeliengewächsen und wächst an einer krautigen Pflanze dicht über dem Boden.
Wo kommt´s her?
Die Ananas stammt ursprünglich aus dem tropischen Südamerika. Schon lange vor der Ankunft der Europäer wurde sie dort angebaut und verbreitete sich bis nach Mittelamerika und in die Karibik.
Auf seiner zweiten Reise begegnete Christoph Kolumbus der Frucht 1493 auf Guadeloupe. In den folgenden Jahrhunderten gelangte die Ananas auch nach Europa und wurde später in weiteren tropischen Regionen angebaut.
Heute wächst sie unter anderem in Costa Rica, Brasilien und verschiedenen Ländern Afrikas und Asiens.
Wie sieht´s aus?
Die Ananas hat eine ovale bis zylindrische Form, eine feste, schuppige Schale und einen auffälligen Blattschopf.
Je nach Sorte unterscheiden sich die Früchte in Größe, Farbe und Geschmack. Das Fruchtfleisch kann weißlich bis kräftig gelb sein und schmeckt meist angenehm süß mit einer frischen, fruchtigen Säure.
Übrigens muss eine reife Ananas nicht vollständig gelb sein. Manche Sorten behalten auch bei guter Reife eine grünliche Schale. Die Farbe allein sagt deshalb wenig über den Geschmack aus.
Was ist drin?
Die Ananas besteht zu einem großen Teil aus Wasser und enthält von Natur aus verschiedene Vitamine und Mineralstoffe, darunter Vitamin C und Mangan.
Für ihren typisch süß-säuerlichen Geschmack sorgen natürliche Fruchtsäuren und Zucker. Eine weitere Besonderheit ist das Enzym Bromelain, das Eiweiße spalten kann.
Genau deshalb hat frische Ananas auch einen besonderen Effekt in der Küche: Sie kann verhindern, dass Desserts mit Gelatine richtig fest werden. Wird die Ananas vorher ausreichend erhitzt, verliert das Enzym seine Aktivität.
Tipp:
Eine gute Ananas erkennst Du vor allem an ihrem angenehm fruchtigen Duft und einer unbeschädigten Schale. Sie sollte keine schimmeligen oder stark weichen Stellen aufweisen.
Eine angeschnittene Ananas bewahrst Du am besten abgedeckt im Kühlschrank auf und verbrauchst sie innerhalb weniger Tage.
Übrigens: Ananas wird nach der Ernte nicht mehr wesentlich süßer. Achte deshalb beim Einkauf auf eine Frucht, die bereits gut ausgereift ist.