Rotkraut
Wusstest Du schon?
Rotkohl, Rotkraut oder Blaukraut? Gemeint ist immer dasselbe Gemüse! Je nach Region trägt der beliebte Kohl unterschiedliche Namen.
Besonders spannend ist seine Farbe: Die natürlichen Pflanzenfarbstoffe reagieren auf Säure. Gibst Du beim Kochen etwas Essig oder Zitronensaft hinzu, wird das Kraut eher rot. Ohne Säure kann es dagegen einen bläulich-violetten Farbton annehmen.
Kein Wunder also, dass die einen von Rotkraut und die anderen von Blaukraut sprechen!
Wo kommt´s her?
Das Blaukraut wächst in unseren Gefilden traditionell gut und ist praktisch über das ganze Jahr erhältlich.
Wie verarbeite ich´s?
Entferne zunächst die äußeren Blätter, wasche den Kohl und schneide ihn in Viertel. Anschließend kannst Du den festen Strunk herausschneiden und die Blätter mit einem Messer oder Gemüsehobel in feine Streifen schneiden.
Roh schmeckt Rotkraut wunderbar als knackiger Salat, beispielsweise mit Äpfeln, Möhren und einem frischen Dressing. Klassisch wird es mit Zwiebeln, Äpfeln und Gewürzen geschmort und passt hervorragend zu herzhaften Herbst- und Wintergerichten.
Auch im Ofen geröstet oder kurz angebraten ist Rotkraut eine leckere Abwechslung. Je kürzer Du es garst, desto mehr Biss behält es.
Was ist drin?
Rotkraut enthält von Natur aus verschiedene Vitamine und Mineralstoffe, darunter Vitamin C und Kalium. Außerdem stecken in den knackigen Blättern Ballaststoffe und natürliche Pflanzenfarbstoffe.
Seine kräftige rot-violette Farbe verdankt Rotkraut den sogenannten Anthocyanen. Diese Farbstoffe reagieren auf den Säuregehalt: Mit etwas Essig oder Zitronensaft wird das Kraut eher rötlich, während es ohne Säure stärker ins Bläuliche gehen kann.
Mit seinem leicht süßlichen, typischen Kohlgeschmack ist Rotkraut sowohl roh als auch gegart eine leckere Bereicherung für die Küche.
Tipp:
Das Kochwasser kann, nachdem es abgekühlt ist und etwas gesalzen wurde, als bekömmlicher Gemüsetrunk verwendet werden.