"Alles, was wir für unser Wohlbefinden brauchen, wächst direkt vor unseren Füßen. Wir dürfen nur wieder lernen, hinzuschauen."
Was für ein herrlicher Samstag! Bei strahlendem Sonnenschein und knapp 20 Grad tauchten wir über 3 Stunden tief in die lokale Flora ein, und es war wunderbar mit anzusehen, wie die Wertschätzung für die Natur mit jedem Schritt wuchs. Wo vorher nur namenloses "Grünzeug" gesehen wurde, entdeckten die Teilnehmer/innen nun wertvolle Schätze für die Küche und die eigene Hausapotheke. Sandra brachte es während der Wanderung perfekt auf den Punkt: "Wer einmal mit geschultem Blick durch die Natur geführt wird, sieht den nächsten Spaziergang mit ganz anderen Augen."
Gemeinschaft, Wissen & Kostproben
Mit 15 Teilnehmer/innen war die Gruppengröße ideal für einen schönen Austausch. Es wurde gefachsimpelt und vorsichtig probiert. Sandra hatte sich das Beste jedoch für den Schluss aufgehoben. Während manch einer am Anfang noch über die winzige Bärlauch-Sichtung schmunzelte, trauten wir am Ende unserer Tour unseren Augen kaum: Ein kleines Waldstück, das sich als wahres Bärlauch-Paradies entpuppte - ein Teppich aus riesigen, kräftigen Blättern erstreckte sich unter den Bäumen. Der intensive Duft lag förmlich in der Luft. Nach diesem Fund stand der Herstellung von selbstgemachtem Bärlauch-Pesto nichts mehr im Wege.
Unter der fachkundigen Leitung von Sandra, die uns übrigens auch tatkräftig in der Kundenbetreuung unterstützt, wurde jeder Meter Wegesrand zur spannenden Lektüre. Sie schöpfte dabei aus einem reichen Erfahrungsschatz: ihrer fundierten Ausbildung zur Kräuterfachfrau und ihrer jahrelangen praktischen Anwendung. So lernten wir unter ihrer Anleitung, wie man die würzige Knoblauchrauke, den herben Gundermann und die filigrane Purpurrote Taubnessel sicher bestimmt und nutzt.
Superfoods und sanfte Helfer
Natürlich entdeckten wir noch viele weitere Wildkräuter auf unserer Tour: Wir lernten z. B., dass der oft bekämpfte Giersch eigentlich ein hervorragendes Blattgemüse ist und die Brennnessel weitaus mehr kann, als nur auf der Haut zu brennen. Besonders schön war das „Aha-Erlebnis“ beim Spitzwegerich, den manch einer vielleicht noch als natürliches Pflaster gegen Insektenstiche aus der Kindheit kennt. Wusstest Du eigentlich, dass der Spitzwegerich in Amerika als "Fußabdruck des weißen Mannes" bekannt ist, da er an den Schuhsohlen und Wagenrädern der Kolonialisten klebte und so über den Kontinent verteilt wurde? Hier und da gab es von Sandra immer kleine spannende Geschichten zu den gesichteten Wildkräutern.
Auf den sonnigen Wiesenflächen begrüßten uns auch das bekannte Gänseblümchen und der gelbe Löwenzahn, deren Blüten und Blätter jeden Salat aufwerten und letzteres auch gerne unter den Kennern als Frühjahrskur gegessen wird. Übrigens sind die Stängel besonders wertvoll und voller Bitterstoffe. Fast unscheinbar am Boden entdeckten wir zudem das Gänsefingerkraut, das mit seinen silbrig glänzenden Blattunterseiten ein echtes Erkennungsmerkmal besitzt.
Glücksmomente im Grünen & Sommer-News
Es war ein rundum schöner Tag, der noch lange nachwirken wird. Durch die heimische Natur zu schlendern, fühlte sich fast wie ein kleiner Urlaubstag an – eine kurze Auszeit vom Alltag, die den Kopf frei macht und die Sinne schärft. Und damit man nicht alles vergisst, gab es von uns noch einen Handzettel mit auf den Weg.
Ein herzliches Dankeschön an Dich, Sandra, für Dein wunderbares Wissen und an jeden der 15 Teilnehmer/innen, für die schöne Gemeinschaft und den Austausch. Wir hoffen, Euch hat es sehr gefallen.
Und wer dieses Mal nicht dabei sein konnte oder nun erst recht auf den Geschmack gekommen ist: Wir freuen uns riesig, im Sommer 2026 eine weitere Wildkräuterwanderung anzubieten, um dann die Schätze der warmen Jahreszeit zu entdecken.
Wir sehen uns im Grünen <3
Euer AboKisten-Team