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Aktuelle Informationen zu unseren Kartoffeln

Kartoffeln

Liebe Kund:innen,

wie Sie sicherlich schon bemerkt haben, ist die Qualität der Sorten Belana und Laura zum Teil durch 4 bis 5mm tiefe Stippen beeinträchtigt.

Dazu informiert uns unser regionaler Kartoffel-Landwirt, das Team der Kornkammer aus Witten:

Das Problem betrifft nicht jede Kartoffel, aber da diese beiden Sorten auf demselben Feld gewachsen sind, beschränken sich die Schäden auf diese beiden Sorten. Gunda und Marabel standen auf einen anderen Schlag und haben dieses Problem überhaupt nicht.

Was ist die Ursache?

m Boden bewegen sich Drahtwürmer, die durch die Veratmung der Pflanzen angezogen werden und die Schale anpiecksen. In diese Verletzung dringt dann ein Pilz ein, den man Dry Core nennt und der für das Schadbild sorgt. Wir haben dieses Jahr schon wetterbedingt 30% weniger geerntet. Beim Sortieren werden nochmals 25% aussortiert (letztes Jahr nur 10%). Und trotzdem werden wir es nicht schaffen, eine Topqualität zu erreichen.

Der Klimawandel

Durch den Klimawandel sind in den letzten 15 Jahren neue Gattungen des Laufkäfers nach Norden gewandert. Diese legen ihre Eier auf der Ackerkrume ab, daraus schlüpfen dann die Drahtwürmer und bleiben – je nach Gattung – bis zu 5 Jahre im Boden, um anschließend als Laufkäfer wieder Eier zu legen. Jede Bodenbewegung stört die Entwicklung (Pflügen,Hacken,Striegeln,…) Im Ökolandbau brauchen wir aber zwingend auch Ruhepausen für den Anbau von Klee oder Kleegras, der es uns erst ermöglicht, natürliche Nährstoffkreisläufe und damit die Grundlage des ökologischen Landbaus zu schaffen. Interessanterweise tritt dieses Problem nicht auf allen Feldern gleich stark auf, obwohl sie alle gleich behandelt werden. Auch die Wissenschaft hat noch keine 100 prozentige Erklärung dafür, welche Parameter noch entscheidend sind.Für uns heißt das, dass von den 270 ha Ackerland nur noch 120 ha für den Kartoffelanbau zu nutzen sind. Tendenz sinkend.Das Problem tritt auch verstärkt in konventionellen Betreiben auf, weil auch diese ihre Bodenbearbeitung mit Hilfe von Pestiziden (Ghlyphosat) reduzieren. Aber die Ursache bleibt die gleiche: Wärmere Durchschnittstemperaturen. Wir Landwirte und Gärtner merken das zuerst. Kunden und Händler verlangen Top-Qualitäten, wir werden uns in Zukunft aber mit schlechteren Qualitäten und Quantitäten auseinander setzen müssen. Diese Probleme hatten wir auch schon 2018 und 2019. Das Schlimme ist nicht nur die Trockenheit, sondern vor allem die sehr hohen Temperaturen in der Wachstumszeit, die die Pflanze in die Notreife zwingen. Daran würde übrigens auch Gen-Technik (auf die wir zu 100% verzichten) nichts ändern, weil diese nur gegen Trockenheit Resistenzen bilden kann, nicht aber gegen mörderische Hitze.Übrigens: Vom Geschmack her sind unsere Belana einfach göttlich.


 Euer Kornkammer-Team