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Der Boden 

Unsere wichtigste natürliche Ressource

Kleines Pflänzchen

Ressourcen. Wer denkt dabei nicht zuerst an die Endlichkeit von nicht erneuerbaren Rohstoffen, also an Bodenschätze, die wir für die Herstellung bestimmter Dinge brauchen? Zugegeben, auch unser erste Gedanke ging in diese Richtung. Aber sollten wir bei diesem Thema nicht sofort an unsere wichtigsten, natürlichen Ressourcen wie Boden, Wasser und Luft denken? Vor allem an unseren Boden – der Grundlage allen Lebens?

Gerade für uns als Abokistler ist der Boden die wichtigste Ressource, die wir haben, der wahre Bodenschatz. Denn nur auf gutem Grund kann auch Gutes wachsen. Und ein guter Boden hat wiederum Einfluss auf andere Ressourcen wie Wasser und Luft.

Lebendige Vielfalt im Boden

Aber was genau ist eigentlich „der Boden“? Vereinfacht gesagt, ist der Boden die belebte Schicht der festen Erde. Und in dieser Schicht steckt richtig viel Leben drin, denn unter einem Quadratmeter Boden leben zum Teil Millionen von Bodentieren, wie Fadenwürmer, Regenwürmer, Milben, Asseln, Springschwänze und Insektenlarven. So leben tatsächlich wesentlich mehr Organismen im als auf dem Boden. Diese lebendige Vielfalt sorgt durch das Zersetzen und Zerkleinern von organischem Kompost-Material wie Laub, Zweige oder Nadeln für den Aufbau des humosen Oberbodens. Der Humus ist wiederum entscheidend für die Versorgung der Pflanzen mit wichtigen Nährstoffen und ist somit maßgeblich für die Fruchtbarkeit von Böden verantwortlich. Mit einer guten Mist- und Kompostwirtschaft kann der Humusanteil erhöht und ausgelaugte Böden gezielt verbessert werden. Auch vielfältige Fruchtfolgen und Kulturen wie Kleegras fördern den Aufbau von Humus.

Regenwurm

Klimaheld Humus – Boden als Retter in der Krise?

Hand und kleines Pflänzchen

Inzwischen weiß man: Humusaufbau ist aktiver Klimaschutz! Denn in Humus wird massiv CO₂ im Boden eingelagert, wodurch es keine klimaschädigende Wirkung in der Atmosphäre mehr entfalten kann. Ein Potenzial, das bisher häufig unterschätzt wurde. Die Bodenzustandserhebung des Thünen Instituts stellt klar: Insgesamt sind über zwei Milliarden Tonnen Kohlenstoff in den landwirtschaftlichen Böden Deutschlands gespeichert. Böden haben damit eine große Bedeutung für den Klimaschutz.

Doch der Humusanteil und somit die Bodenfruchtbarkeit geht weltweit zusehends verloren. Wer jetzt glaubt, dass uns das nicht betrifft, irrt. Laut WWF gehen der Landwirtschaft in Deutschland durchschnittlich pro Jahr und Hektar 10 Tonnen fruchtbarer Boden verloren. Gründe hierfür sind u.a. der Abtrag durch Wind und Wasser, die Bodenverdichtung durch eine zu große Bodenlast von Maschinen und auch die Bodenversauerung, verursacht durch sauren Regen und Überdüngung. Dem gegenüber steht ein jährlicher natürlicher Bodenzuwachs von nur etwa einer halben Tonne pro Hektar. Guter Boden wird also rund 20 Mal schneller zerstört, als er nachwächst. Und das hat nicht nur Einfluss auf die Landwirtschaft, sondern betrifft auch andere Ressourcen wie Wasser und Luft. Denn Pflanzen, Tiere, Pilze und Mikroorganismen des Bodens sorgen nicht nur für fruchtbare Böden, sondern reinigen ganz nebenbei auch Wasser und Luft. Intakte Selbstreinigungskräfte der Böden sind wiederum wichtig für die Gewinnung von Trinkwasser.

Ein guter Boden zahlt sich aus!

Eine neue Studie der TU München zeigt noch einmal mehr, was ein guter, nachhaltig bewirtschafteter Boden wert ist. Laut dieser Studie würde die Gesellschaft durch den Ökolandbau (mit der derzeit bis 2030 angestrebten Ökolandbauquote von 30 %) rund 4 Milliarden Euro jährlich einsparen. Die Wissenschaftler schätzen die Kosteneinsparungen des Ökolandbaus aufgrund geringerer Stickstoff- und Treibhausgasemissionen im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft auf 750 bis 800 Euro pro Hektar und Jahr. Die Gesellschaft spart somit durch den Ökolandbau Folgekosten durch Umweltschäden. Damit stellt die Studie klar: „Je schneller die Umstellung auf ökologischen Landbau erfolgt und je größer die Öko-Anbaufläche ist, desto größer ist die Umweltentlastung und Kosteneinsparung für die Gesellschaft". Gebraucht wird, was der Ökolandbau ohnehin nachhaltig fördert: fruchtbare Böden, sauberes Wasser, Artenvielfalt, Klimaschutz. 

Hügel und Äcker

Den Ökolandbau ausbauen und damit die politischen Weichen für eine klimafreundliche Landwirtschaft stellen, fordert übrigens auch die Initiative “Farmers for Future”. Sie ist sich der Verantwortung der Landwirtschaft am Klimaschutz bewusst und möchte ihren Beitrag zur Agrarwende leisten. Als Mitverursacherin und Betroffene zugleich spürt die Landwirtschaft vermutlich mehr als alle anderen direkt die Auswirkungen des Klimawandels.  Ein guter Boden ist und bleibt also unser wahrer Bodenschatz. Wir sollten ihn nicht länger nur mit Füßen treten, sondern anfangen, ihn zu schützen und den Schutz dieser natürlichen Ressource aktiv bei der Politik einfordern. Die Bio-Landwirt:innen schützen ihren Boden z. B. durch bodenverbessernde Maßnahmen wie vielfältige Fruchtfolgen, den Verzicht auf Pflanzenschutzmittel oder grundlegenden Humusaufbau ganz bewusst und kompromisslos.