Über Lebensmittel in Zeiten der Krise

Liebe Kundinnen, liebe Kunden,

die aktuell enorm gestiegene Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln freut uns außerordentlich. Gleichzeitig wachsen Salate und Kartoffeln nicht in wenigen Tagen. Nudeln werden aus Getreide hergestellt, das einmal im Jahr geerntet wird. Kühe geben nicht einfach mehr Milch, weil wir beim Großhandel mehr bestellen. Und Käse reift mindestens einige Wochen (wie ein simpler junger Gouda), manchmal aber auch Monate – oder gar Jahre.

Wenn die aktuelle Entwicklung etwas Gutes hat, dann vielleicht, dass wir alle einmal daran erinnert werden, dass selbst in unserer hoch technisierten Gesellschaft immer noch der biologische Stoffwechsel Basis allen Lebens (also auch unseres) ist.
Der Sozialpsychologe Harald Welzer schreibt in seinem Buch „Alles könnte anders sein“:

Man muss tatsächlich erst mal daran erinnern: Menschen sind Lebewesen, daher brauchen sie trinkbare Flüssigkeiten, essbare Substanzen und Sauerstoff, um ihre Überlebensfunktionen aufrechtzuerhalten. Der Stoffwechsel erfordert Böden und Gewässer und Atemluft. Daten, Autos und Kreuzfahren kann man weder essen noch trinken, sie produzieren auch keinen Sauerstoff.

Wir packen aktuell so viele Lebensmittel, wie sonst nicht einmal zu Weihnachten (wenn alle normalerweise Angst vor dem „Verhungern“ packt). Wir versuchen, die gelieferte Ware möglichst gut auf alle Bestellungen zu verteilen. Trotzdem kommt es vor, dass Artikel ausgehen oder zumindest nicht in der bestellten Menge in Ihrer Kiste sind. Bitte haben Sie dafür Verständnis.

Schätzen wir wert, was wir haben. Es geht uns (materiell) so unendlich viel besser als quasi allen anderen Menschen auf diesem Planeten.

Bleiben Sie gesund und wir bleiben Ihre AboKiste – jetzt und nach Corona.

Herzlichst,

Ihr Marc Schmitt-Weigand und das gesamte AboKisten-Team


Foto: Emiel Molenaar/ Unsplash