Hustensaft aus schwarzem Rettich

Schwarzen Rettich gibt es ab Herbstanfang. Als selbstgemachter Hustensaft unterstützt er uns in der Erkältungszeit beim Gesunden. Praktischerweise wird er zum Herbstanfang erstmals geerntet – Vielen Dank, liebe Natur!

Die heilenden Kräfte des schwarzen Rettich verdankt er seinen Hauptwirkstoffen, den schwefelhältigen Senfölen Raphanol, Glukoraphain und Senfölglykosid. Sie verursachen den typischen Geruch und Geschmack und wirken gegen Bakterien und Pilze, besonders gut in den Schleimhäuten des Verdauungstraktes, in dem sie nebenbei noch die Gallensaftproduktion anregen. Seine ätherischen Öle lösen den zähen Schleim in den Atemwegen.

Wie wird’s gemacht?

Der Saft des schwarzen Rettichs ist ein bekanntes Hustenmittel. Dazu wird der Deckel (nicht die Wurzel) der Knolle abgeschnitten und die Knolle innen so weit ausgehöhlt, dass noch etwa 1 cm Fruchtfleisch am Rand übrigbleibt. Anschließend werden – am besten mit einer kleineren Stricknadel – einige kleine Löcher in den Boden gestochen.

Das beim Aushöhlen entfernte Fruchtfleisch wird danach mit Kandiszucker und Honig wieder aufgefüllt, der Deckel wieder aufgesetzt und die Rettichknolle etwa 10 – 12 Stunden lang so auf einem Behälter (z.B. ein passendes Glas) platziert, dass der Honig durch den Rettich durch und bei dem mit der Stricknadel gestochenen Loch läuft. Dieser Vorgang kann mehrmals wiederholt werden, wenn man das Fruchtfleich nochmals mit einem schwarzen Messer vorsichtig rauschneidet und die Löcher erneuert.

Der Hustensaft hält sich nur wenige Tage und ist zur sofortigen Anwendung gedacht. Wenn Sie also z.B. am Nachmittag erste Anzeichen von Halsschmerzen und Husten verspüren, können Sie den Rettich-Hustensaft wie oben beschrieben über Nacht ziehen lassen, und 2-3 mal täglich einnehmen. Gute Besserung!

Wichtig: Der Hustensaft ist ein Hausmittel. Bitte lassen Sie sich bei anhanltenden Beschwerden ärztlich untersuchen. Vor allem in Zeiten von Covid-19 kann man niemals vorsichtig genug sein. Bleiben Sie gesund!